35 Gedanken und Gefühle beim Packen, für die es keinen Namen gibt

Beim Packen erlebe ich regelmäßig ein gefühlsmäßiges Auf und Ab. Ich spüre zwar Vorfreude, habe aber auch Angst etwas Wichtiges zu vergessen. Ich ärgere mich, wenn mein Lieblingsshirt in der Wäsche (oder auch dort nicht) ist. Inspiriert durch das Buch „1000 Gefühle, für die es keinen Namen gibt“ und Patricks Beitrag „50 Gefühle beim Backpacking, für die es keinen Namen gibt“ habe ich Gefühle beim Packen gesammelt.

  1. Der Gedanke: ‚Ach, ich muss noch packen!‘
  2. Die Zuversicht, das auch noch am Abend vorher hinzubekommen
  3. Die Hoffnung, dass es online für genau deinen Reisezweck eine Packliste gibt
  4. Die Ernüchterung, wie lang diese ist
  5. Die Vorfreude, wenn du das aktuelle Wetter im Zielland recherchierst
  6. Die gedämpfte Vorfreude, wenn du die Wetterprognose für deinen Aufenthalt siehst
  7. Der Anflug von Panik, ob du nicht doch noch ein Visum brauchst
  8. Die Erleichterung, dass du es nicht brauchst
  9. Die Überwindung, alles zusammenzusuchen und bereitzulegen
  10. Die Angst, etwas Wichtiges zu vergessen
  11. Der Plan, dieses Mal weniger mitzunehmen
  12. Die Unsicherheit, ob du ein Moskitonetz mitnehmen solltest
  13. Die Überlegung, ob es lohnt ein Buch mitzuschleppen
  14. Der Verdacht, dass dein Lieblingsshirt in der Wäsche ist
  15. Die Resignation, da es auch dort nicht ist
  16. Die Befürchtung, dass drei Hosen und sechs Shirts nicht reichen
  17. Der stille (vergebliche) Wunsch im Urlaub nicht waschen zu müssen
  18. Der naive Glaube, dass die Schuhe nicht reiben werden
  19. Die Angst, dass 3 x No Bite, das Mini-Shampoo und die Sonnencreme nicht reichen
  20. Die Überzeugung, dass es sich ganz sicher lohnt, Flossen und Taucherbrille einzupacken
  21. Die Resignation, dass der Rucksack schon wieder voll ist
  22. Der Eifer, mit dem du quetschst und presst
  23. Der Widerwille, mit dem du die Flossen und die Taucherbrille wieder auspackst
  24. Der Neid auf Männer, die viel weniger mitnehmen müssen
  25. Der Neid auf Kinder, die nichts selber mitnehmen müssen
  26. Die Zuversicht, auch noch Platz im Handgepäck zu haben
  27. Die Sorge, etwas Unerlaubtes im Handgepäck mitzuführen
  28. Die Erleichterung, wenn du den Rucksack zugeschnürt kriegst
  29. Die Verblüffung, wenn du deinen Rucksack hochhebst
  30. Die Angst vor der Anzeige, wenn du dich mit dem Rucksack wiegst
  31. Die Angst vor der Anzeige, wenn du dich ohne Rucksack wiegst
  32. Der Ärger über die Dinge, die du dann noch findest und einpackenswert findest
  33. Die Geduld, mit der du alles nochmal auspackst und neu schichtest
  34. Die Freude, das Stativ doch noch mitnehmen zu können
  35. Das Bedürfnis, noch ein fünftes Mal nachzuschauen, ob der Reisepass eingepackt ist


Welche Gefühle erlebst du beim Packen, für die es keinen Namen gibt?

Ähnliche Beiträge:

Sharing is caring. Teile diesen Beitrag:

15 Gedanken zu “35 Gedanken und Gefühle beim Packen, für die es keinen Namen gibt”

  1. Hallo Jasmin,
    das ist wirklich eine tolle Liste und sehr witzig. Einige Sachen kenne ich nur zu gut… ;)
    Ich persönlich habe noch ein Gefühl: Ich lasse meine Zahnbürste immer bis ganz zum Schluss im Bad stehen, damit ich mir auch ja noch die Zähne putzen kann, bevor ich gehe. Dann habe ich die ganze Zeit das Gefühl, dass ich auf keinen Fall vergessen darf sie am Ende noch einzupacken. Oft komme ich dann aber in meinem Reiseland an und merke, dass die Zahnbürst immer noch zu Hause im Bad steht… Zum Glück kann man Zahnbürsten ja überall kaufen… :)
    LG
    Jo

  2. Sehr gut aufgelistet. Alles bekannte Gefühle, gestoppt nur noch von der Panik, ob die Gültigkeit des Reisepass wirklich und garantiert sicher noch mindestens 6 Monate über Einreisestempel hinaus geht. Nach leidvoller Erfahrung (abgelaufen-wie blöd muss man eigentlich sein ) mein Horror hoch 3 beim packen.

  3. Hallo Jasmin:-)!

    Wahnsinn, das sind 1 zu 1 meine Gefühle beim bzw. vor dem packen!
    Diese Liste drucke ich auch aus:-).
    Aktuell suche ich nach DER perfekten Checkliste für meine Tochter.
    Sie fährt am Sa.das erste mal ins Ferienlager.
    Morgen ist ein ganz normaler Arbeitstag was bedeutet:vor 17 Uhr keine Zeit zum packen.
    Wie hilfreich wenn ich mit dem Gedanken ins Bett gehe zumindestens schon einmal DIE Liste gefunden und ausgedruckt zu haben:-).
    Morgen dann die Ernüchterung das die Liste sehr lang ist:-).
    Ich werde es schaffen,irgendwie:-).
    ABER
    Das Geschenk für meine Tochter ist schon fertig.
    Ich habe ihr ein Nachthemdchen genäht.
    Das wird hübsch verpackt im Koffer verstaut.
    Wenn Sie es dort auspackt hoffe ich ihr ein Lächeln ins Gesicht gezaubert zu haben.
    Liebe Grüße,
    Diana

  4. Super Beitrag!! Ich starte nach etwas Pause wieder in Urlauben mit Rucksack…bin gespannt, wie es wird.

    Danke für die netten Zeilen zur Erheiterung.

  5. Liebe Jasmin,
    ein PACKENdes Thema ;-)

    Ich packe gerade für eine mehrwöchige Reha..
    Die A Lösung: Ich fahre mit dem Auto und habe zu der im Koffer enthaltenen Auswahl, welche bereits für ALLE Eventualitäten das passende bereithält, eine 2. UND 3. Garnison im Auto.

    Meine ernüchternde Erfahrung jahrelangen packens, durch einwöchige Berufsreisen innerhalb D, ist jedoch: Ich habe dann 3 oder 4 mal dabei, was ich NICHT benötige und nicht 1 mal dabei, was ich bräuchte. Habe ich Bücher mit, komme ich nicht zum lesen, oder ich habe keine Lust, außer auf genau das Buch, was ich dann doch zu Hause gelassen habe, weil ich mir sicher war:“Das liest du bestimmt nicht..“ ; zu viele T-shirts zu wenig Pullis……. etc. Inzwischen hilft mir natürlich die Erfahrung, aber es bleibt doch immer wieder ein erstaunliches Restrisiko, wenn es um menschliche Einschätzungen geht ;-)))
    Ich hoffe das Beste, rechne mit dem Schlimmsten und kaufe dann im Notfall zum 6. mal, was zu Hause schon 5 mal liegt.

    Liebe Grüße, Lara W.

    • Danke, liebe Lara! Das hast du sehr unterhaltsam und lebensnah formuliert. Ich kenne das! Auch wenn man sich 100 Gedanken macht, irgendwas vergisst man dann doch. Aber das gehört wahrscheinlich dazu. Ich wünsche dir jedenfalls eine gute Reha und dass zumindest nichts lebensnotwendiges fehlt ;-)
      Viele Grüße
      Jasmin

  6. Vielen Dank.. meinen Humor habe ich noch… und mit Humor und guten Freunden lässt sich fast jedes Tal durchqueren!!

    Vielen Dank für Deine Mühe, die Du mit Erfolg in diese Seite gesteckt hast. Den letzten Check habe ich natürlich mit Deinen Listen gemacht.

    Alles Liebe für Dich…Lara

Schreibe einen Kommentar