Wie ging das nochmal mit den Schwimmwesten?

Saludos de Catemaco! Ich weiß ja, dass ihr alle online seid, aber sind grad in einem Internet-Café für 0,40 € die Stunde… war zwar nicht leicht zu finden, da wir hier wirklich in einem kleinen Dorf sind, wo Kabelfernsehen noch das Modernste ist, was weit und breit zu finden ist.

Vielen Dank für eure Kommentare. Es regnet in Strömen, so viel zum Thema rechtzeitig-Deutschland-verlassen :-) Aber erst seit gestern und wir fahren auch schon wieder weiter. Jedenfalls haben wir in Veracruz besichtigt inklusive Stadtrundfahrt, Hafenrundfahrt usw. Haben uns dort mit Moglis Familie getroffen und wie sich das hier gehört, kommt „toda la banda“, also auch die Oma und der Nachwuchs, mit.

Letzterer ist ein absoluter Terrorist, 3 Jahre alt, (ob dieser Blog jetzt überwacht wird, weil ich „Terrorist“ schreibe?) und hat unsere Nerven echt strapaziert. Aber das ist eine lange Geschichte.
Jedenfalls genossen wir in Veracruz den ungewohnten Luxus eines 5-Sterne-Hotels, da Mogli eine Freundin aus der Uni hat, deren Papa das Hotel gehört… „2 noches de cortesia“ – 2 Nächte gingen also aufs Haus :-)

Von dort aus ging es weiter nach Catemaco. Catemaco liegt noch im Staat Veracruz an einer Lagune, die eigentlich eher ein See ist. Haben hier einen Ausflug in einem Boot gemacht, mit lanchero natürlich – Standardprogramm, wenn man hier ist. Das Hotel haben wir ganz gut ausgesucht – ca. 12 € pro Nacht… Nur seit gestern Abend hat das Hotel einen Haken: da es etwas tiefer liegt als der zócalo (Marktplatz im Zentrum), fließt da grad ein reißender Fluss vorbei.

„Ist das hier immer so, wenns regnet?“, fragen wir die Hotel-Angestellte. „Jaja, hier fließt immer ein Strom lang, hier die Straße runter“…

Einzige Rettung: eine Brücke 2 Straßen weiter, damit man über einen kleinen Umweg dann doch den Strom überqueren kann. Die hat der Bürgermeister heute organisiert und sich stolz fotografieren lassen. Wir waren live dabei. Wahnsinn, mal wieder was fürs Volk getan.

Nagut, jedenfalls stellt man mal wieder fest, dass relativ dichte Wanderschuhe und Regenjacken unbezahlbar sind. Jetzt haben uns grad entschlossen Juchitan anzusteuern. Das liegt im Süden am Pazifik und ist die Heimat von Mogli. Wir geben uns also nochmal die volle Familiendosis. Aber ist trotzdem cool, da ich mittlerweile alles verstehe und nicht wie so`n Auto hilflos rumgucke, sondern auch Witze reißen und verstehen kann :-P

Ja, ansonsten wird es jetzt also doch richtig warm werden, 33°C sollen es grad in Juchitan sein, da holen wir die Sonnenbrillen dann wieder raus. Von dort aus geht es dann übermorgen weiter nach Huatulco und Puerto Escondido – alles schööön am Meer zum Braunwerden.

Von da aus lade ich dann auch mal ein paar Fotos hoch, versprochen. Aber hier – wer weiß, welche Infektion sich meine Kamera hier holt, wenn ich sie anstöpsele. Apropos Infektion: Impfung ist super :-D Nein, aber es gibt doch einige Situationen bzw. Orte wie z.B. los baños, wo man sich fragt, wie die Leute hier überhaupt überleben.

Obwohl, wenn ich sehe wie Carlos´ Halbbruder (Carlos aka Charly) sich auf der Straße wälzt, weiß ich auch, wie das Immunsystem später mal ungefähr gerüstet ist.So nebenbei: Carlos heißt ja „Carlos Esponda“ (lassen wir mal den 2. Vornamen und den Nachnamen der Mutter weg). Sein Papa? „Carlos Esponda“. Und der besagte Halbbruder? „Carlos Esponda“… Mhm.

Ansonsten haben wir uns jetzt mittlerweile schon wieder durch die Speisekarten durchgearbeitet. Mein Favorit sind seit neuestem die Enfrijoladas (also Tortillas mit Bohnen drinnen, draußen, drumrum). Aber selbst wenn man mit großem Hunger von allem was bestellt, hier im Süden kommt man einfach nicht über 10 € hinaus…

Übrigens, Grüße nach Neuseeland an meinen Lieblingsbruder und Ribana. Ich wünsch euch steinfreie Straßen und steten Rückenwind! Grüße auch nach Thailand (stimmt @projecter: Sind wir international!) an Patrick – dein Lonely Planet hat sich jetzt schon bewährt!

Grüße nach DD an Meli, die bitte für mich ein Räucherkerzchen mehr anzündet. Die haben ja hier auch sowas, aber ich weiß nicht, ob ich das schon letztes Jahr geschrieben hab: das hält ja kein Mensch aus.

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