Sicher durch Bangkok – Meine Tipps (Teil 4)

Dies ist der vierte Teil zu meiner Backpacking-in-Thailand-Serie. In Teil 1 ging es um meinen Trekking-Trip in und um Chiang Mai. Teil 2 verbrachte ich in Ranong und auf Koh Phayam. Teil 3 hatte Krabi und Koh Jum als Thema. Den Abschluss bildete Bangkok – leider, muss ich sagen. Aber lies selbst!


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Nach unseren ruhigen Inselerfahrungen im Süden Thailands flogen wir von Krabi aus nach Bangkok zurück und verbrachten dort nochmal ein paar Tage.

Du liebst Bangkok oder du hasst Bangkok

Im Nachhinein bereute ich das fast, denn ich hatte nach drei Wochen ein so positives Bild von Thailand bekommen – und die wenigen Tagen Bangkok zeigten mir eine völlig andere Welt. Ich konnte anfangs fast nicht glauben, dass wir immer noch in Thailand waren.

Die Menschen lächelten weniger, ich sah Menschen nach Touristen spucken, Taxifahrer zogen Freunde von uns ab, bei einem Bootstrip schipperte man uns 35 Minuten statt versprochenen 60 Minuten durch die Kanäle von Bangkok.

Allerdings trifft dieses Phänomen auf viele Hauptstädte zu. Sie ticken ganz anders als das restliche Land. Deshalb versuchte ich, mein positives Bild von Thailand abzuspeichern und von den letzten Tagen in Bangkok wenig beeinflussen zu lassen.

bangkok

Beim nächsten Thailandtrip würde ich mir diese Etappe aber sparen. Hätten wir es allerdings beim ersten Mal ausgelassen, hätten wir vielleicht das Gefühl gehabt etwas verpasst zu haben.

Großstadt-Fans finden sicher Gefallen an der Stadt. Uns waren es zu viele Menschen und wir fühlten uns insgesamt etwas unsicherer.

Trotzdem möchte ich einige meiner Bangkok-Erfahrungen mit dir teilen:

Wo du wohnen kannst

Wer das Chiang Mai Feeling nochmal aufleben lassen will, sollte im Backpacker-Viertel Banglampoo nahe der Kao San Road (am besten nicht direkt auf der Kao San Road) wohnen. Dort gibt es viele Restaurants, Läden, Massagen, die sich an den Bedürfnissen der Touristen orientieren.

Abends herrscht dort ein reges Treiben. Auf der Kao San Road wird laute Musik gespielt, getanzt, getrunken. Auf den Nebenstraßen geht es etwas ruhiger zu, aber es ist immer noch viel los. Einheimische treiben sich aber wenig dort rum. Die Touris bleiben eher unter sich.

Wir wohnten in einem anderen Stadtteil, in Silom. Im Hostel namens Lub D Silom übernachteten wir für etwas mehr als 30 Euro die Nacht. Es war ein cooles Hostel mit modernen, sauberen Zimmern. In der Lobby herrschte eine lockere, sympathische Atmosphäre. Außerdem wurden viele abendliche Aktivitäten organisiert, von Spieleabenden über Kochabenden bis hin zu Trinkspielen. (Es gibt noch ein Lub D Hostel am Siam Square.)

Hier kannst du eine Unterkunft in Bangkok suchen.

Der größte Vorteil des Stadtteils Siloms ist die Anbindung: Metro und Skytrain waren leicht zu erreichen. Abends war allerdings in diesem Viertel wenig los (wenn man den Abend nicht unbedingt im Rotlichtviertel in ein paar Hundert Meter Entfernung verbringen will). Auch über den Fluss kommt man ganz gut voran, denn Expressboote halten an vielen Piers und befördern Passagiere für wenig Geld z.B. ins historische Viertel.

Über die anderen Stadtteile kann ich nicht viel sagen. Sicher findest du auch in Siam oder Sumkhumvit gute Unterkünfte. Der Stefan-Loose-Reiseführer gibt auch für diese Regionen einige Empfehlungen.

Wie du dich fortbewegst

Vom Flughafen aus kann man mit dem Zug sehr günstig für 45 Baht in die Stadt (Phaya Thai) fahren. Dort kann man in den Skytrain oder die Metro umsteigen. Die Automaten findet man leicht und auch der Ticketkauf ist wahrscheinlich einfacher als in vielen deutschen Städten.

Wer ein Taxi nimmt, muss mit ca. 400 Baht oder mehr rechnen, da 50 Baht allein für das Einsteigen am Flughafen und 75 Baht Maut-Gebühr anfallen.

In der Stadt selbst sind Metro und Skytrain die sichersten und schnellsten Fortbewegungsmittel. An Busse haben wir uns nicht herangetraut, da die Richtungen nur in Thai-Schrift ausgewiesen sind und Haltestellen nicht immer ersichtlich sind.

Eine weitere gute Variante sind die Express-Boote, die auf dem Fluss an den vielen Piers Halt machen. Manchmal ist es ein bisschen unklar, wo genau ein Boot hält, aber im Zweifel kann man einfach fragen. Wir haben vom Central Pier bis zum Pier 5 (Chinatown) 20 Baht bezahlt. Mit dem Taxi wären es mindestens 100 Baht gewesen.

Abends allerdings gibt es keine Alternative zum Taxi oder Tuk Tuk, um von Silom nach Banglampoo zu kommen. Dafür haben wir einmal 150, einmal 200 Baht bezahlt. Tuk Tuks sind in der Regel etwas teurer als Taxis und lohnen sich daher erst, wenn man zu viert fährt. Man sollte sich auf sein Bauchgefühl verlassen und nicht zu empfindlich sein, was Abgase angeht…

wat arun bangkok

Meine 10 Tipps für deinen Bangkok-Trip

  1. Mach dich vorher schlau, was du sehen willst und buche DANN die Unterkunft. Wenn du ständig fahren musst, büßt du Zeit und Nerven ein!
  2. Stresse dich nicht mit zu vielen Tempeln, Märkten und anderen Sehenswürdigkeiten. Setz dich auch einfach mal hin und beobachte das Treiben.
  3. Erwarte nicht zu viel. Wenn du den Rest Thailands magst und die Ruhe schätzt, wirst du von Bangkok eher geschockt sein.
  4. Nutze Zug, Metro und Skytrain. Im Taxi stehst du wahrscheinlich im Stau, wirst abgezogen und bezahlst mehr.
  5. Trage nicht dein ganzes Bargeld und wertvolle Dinge mit herum, sondern lasse Wertsachen im Safe.
  6. Trage an belebten Orten mit vielen Menschen deinen Rucksack vor dem Körper!
  7. Sei skeptisch, wenn du angesprochen wirst und jemand plötzlich dein Freund werden will. Schlepper geben sich gern als Guide aus, wollen wissen, wohin du willst, woher du kommst usw. Es gibt zahlreiche Erfahrungsberichte, die auf diesem Wege ihr ganzes Geld eingebüßt haben!!
  8. Sei skeptisch bei Fahrtpreisen. Fahre mit niemandem mit, der dich für viel zu wenig Geld rumfahren will („20 Baht – wohin du willst!“). Du wirst wahrscheinlich zu einem Geschäft gebracht und bedrängt etwas zu kaufen.
  9. Übertreibe es mit dem Verhandeln nicht, z.B. gegenüber Taxi- und Tuk Tuk Fahrern. Das schürt Ärger und Rachegedanken, sodass du schlimmstenfalls in einer dunklen Ecke weit weg von deinem Ziel rausgelassen wirst (dann viel Glück!).
  10. Nutze Sonnencreme und eine Kopfbedeckung. Auch in der Stadt kannst du dich sonst verbrennen!
  11. Mache dich vorher schlau, ob in einem Tempel ein Dresscode herrscht. Meist müssen bei Frauen die Beine und Schultern bedeckt sein. Zwar kann man oft einen Rock o.ä. ausleihen, aber das muss ja nicht sein. Ideal sind Trekkinghosen mit abnehmbaren Beinen!
  12. Hier kannst du eine Unterkunft in Bangkok suchen.
  13. Hier kannst du Touren in Bangkok buchen.

Fazit

Thailand ist ein wunderbares Reiseland, das für Backpacker ideal ist. Im Vergleich zu früher steigen die Preise mittlerweile, aber es gibt dafür auch viele Angebote, die sich auf die Bedürfnisse von Reisenden ausgerichtet haben – seien es Touren, Gästehäuser oder Veggi-Restaurants.

Wir kommen auf jeden Fall wieder und haben schon eine Route im Kopf. Es hat sich für uns bewährt, die etwas abgeschiedenen Ecken zu suchen, da andernfalls einfach zu viele Touristen die Ruhe und Natur (zer-) stören.

Außerdem hat sich gezeigt, dass es nicht unbedingt die Golfküste sein muss. Auch andere Inseln bieten Entspannung, schöne Strände und Erholung. Allerdings ist die Anbindung etwas abenteuerlicher.

Hier findest du übrigens auch meine Thailand-Packliste.

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