Alpin Loacker Ultra Light Pro Isomatte im Test [Werbung]

Für gute und leichte Isomatten kann man viel Geld ausgeben – das wissen alle, die sich schon einmal mit dieser Outdoor-Materie beschäftigt haben. Meist muss man abwägen und eine Balance finden zwischen einem sehr geringen Gewicht und der Dicke und damit dem Komfort der Matte. Umso mehr habe ich mich gefreut, als Alpin Loacker mir anbot, ihre ultraleichte Isomatte auszuprobieren. Es ist nun schon das dritte Produkt des Familienunternehmens aus Österreich, das ich testen darf. Ihr Sommerschlafsack und ihre Karbon-Faltstöcke haben mich bereits überzeugt und ich war gespannt, ob auch die Isomatte meinen Eindruck bestätigen würde.


Anwendungsbereiche

Alpin Loacker Ultra Pro IsomatteUltraleichtwandernde wissen: wenn man weit läuft, zählt jedes Gramm. Auch auf weiten Fahrradtouren oder beim Pilgern zählt ein möglichst geringes Gewicht, um lange durchzuhalten und Schmerzen zu vermeiden. Wenn es in die Berge geht und man anstrengende Aufstiege bewältigen muss, ärgert man sich über jedes unnötige Gramm. Profis investieren daher im Voraus viel Zeit und Geld, um ihr Gepäck zu optimieren. Hier kommt der Begriff ultraleicht ins Spiel, bei dem ich zuerst an abgeschnittene Zahnbürstengriffe denke – ein Symbol für die Kniffe von Ultraleicht-Profis. Schließlich braucht man nur den Bürstenkopf. Abgesehen von diesen Spezialkniffen kann man mit hochwertiger und dadurch oft auch sehr teurer Ausrüstung Gewicht sparen. Ob die ultraleichte Isomatte von Alpin Loacker diese Erwartung erfüllt, erfährst du im Verlauf dieses Artikels.

Hier nochmal die (nicht abschließende) Liste der Anwendungsbereiche im Überblick:

  • Bergtouren,
  • Trekking,
  • Pilgern,
  • Ultraleichtwandern,
  • Fahrradtouren,
  • natürlich auch: klassisches Camping auf Zeltplatz usw., Übernachtung bei Freunden, …

Neben den Anwendungsbereichen ist auch die empfohlene Saison wichtig zu wissen. Laut Angabe von Alpin Loacker handelt es sich um eine 3-Jahreszeiten-Matte. Sie ist also für Outdoor-Aktivitäten im Frühling, Sommer und Herbst gedacht.

Maße und Gewicht

Wie du auf dem Foto siehst, ist das Packmaß dieser Isomatte überschaubar. Sie ist klein und handlich und dürfte daher auch in den kleinsten Tagesrucksack passen.

Der Anspruch der Isomatte geht schon aus dem Produktnamen hervor: sie soll ultraleicht sein. Daher dürfen die Maße und das Gewicht in meinem Testbericht nicht fehlen. Zunächst die Eckdaten der Ultra Light Pro Isomatte:

  • 6 cm dick,
  • 460 Gramm schwer, mit Pumpsack 580 Gramm,
  • zusammengerollt: 17 x 10cm groß,
  • Liegefläche: 50 x 185cm.

Bezüglich des Gewichts zeigte meine Küchenwaage ein paar Gramm mehr an, allerdings ist die Waage nicht geeicht oder ähnliches. Beim ersten Foto hatte ich noch den Gummi dran, der ein paar Gramm ausmachen dürfte. Somit sind die Gewichtsangaben von Alpin Loacker glaubwürdig.

Und ob nun 5 Gramm mehr oder weniger: Mit dem angegebenen Gewicht und diesen Packmaßen ist die Ultra Light Pro Isomatte weder die kleinste, noch die leichteste Matratze auf dem Markt. Das macht sich allerdings auch beim Preis bemerkbar: mit 89 Euro ist sie relativ günstig im Vergleich zu vergleichbaren Matten bekannterer Hersteller.

Die Lösung mit einem Pumpsack bringt natürlich zusätzliches Gewicht auf die Waage, was sich mit 120 Gramm aber in Grenzen hält. Die Vorteile dieser Lösung kommen im Folgenden zur Sprache.

Ultra Light Pro Isomatte im Test

Integrierter Pumpsack

Ich habe noch nie eine Isomatte mit Pumpsack ausprobiert und war daher auf die Anwendung gespannt. Im Grunde handelt es sich um einen leichten Beutel, den man an das Ventil der Isomatte anschließt. Dazu drückt man das Ventil des Beutels in das Ventil der Matte hinein. Nach dem Befüllen lassen sich die Ventile leicht voneinander lösen.

Der Pumpsack wird durch einen Schwung mit Luft gefüllt und hält nach dem Verschließen die Luft, bis man diese mit den Händen herausdrückt und sie über das Ventil in die Matte fließt. Somit wird die Matte gefüllt, ohne dass man das mit dem Mund tun müsste. Warum hat Alpin Loacker sich für diesen Weg entschieden?

Somit wird gewährleistet, dass keine Feuchtigkeit ins Innere gelangt und die Lebensdauer gesteigert wird.

Es geht also darum, Schimmelbildung und unangenehme Gerüche zu vermeiden. Das Familienunternehmen betont daher, dass die Matte immer nur mit dem Pumpsack aufgeblasen werden sollte. Auch nicht ausnahmsweise mit dem Mund aufblasen!

Praktisch ist, dass man den Pumpsack als Drybag oder Kissen mit 50 Liter Füllvolumen verwenden kann. In meinem Video weiter unten habe ich das ausprobiert und eine Fleecejacke als Kopfkissen verpackt. So kann man ggf. einen weiteren Ausrüstungsgegenstand, nämlich ein Kopfkissen, sparen und damit das Gewicht reduzieren.

Vorteile des Pumpsacks

  • man muss nicht mit dem Mund aufblasen
  • Vermeidung von Schimmelbildung für längere Lebensdauer
  • Verwendung als Drybag oder Kopfkissen

Nachteile des Pumpsacks

  • man darf nicht mit dem Mund aufblasen
  • zusätzliches Gewicht (120 Gramm)
  • gefühlt umständlich, geht aber dann doch leicht und schnell

Bedienung beim Aufblasen

Nützlich finde ich das YouTube-Video von Alpin Loacker, in dem die Verwendung des Pumpsacks erklärt wird. Hier kannst du es dir ansehen, idealerweise bevor du die Isomatte das erste mal befüllen möchtest. Im Grunde gibt es drei Schritte:

  1. Matte ausrollen und Pumpsack an das Ventil der Matte anschließen,
  2. Pumpsack mit Luft füllen und Luft in die Matte drücken (eine interne Klappe verhindert, dass die Luft zurückfließt)
  3. ca. 4x wiederholen – fertig.

Ich hatte mit dieser Funktionsweise bisher keine Erfahrung und habe es ohne Probleme im ersten Versuch hinbekommen. Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen, dass das Aufblasen mit Pumpsack schwierig ist oder zu lange dauert. Davon kannst du dich auch mit Hilfe meines Videos (natürlich ungeschnitten) überzeugen:

Ich habe für dieses Video nicht einmal geübt, sondern absichtlich den ersten Versuch aufgenommen. Das zeigt, wie einfach die Handhabung ist. Mit etwas mehr Übung und mit etwas mehr Wind fällt es wahrscheinlich noch leichter, den Pumpsack zu füllen. Aber man braucht nicht zu glauben, dass man ihn komplett und quasi randvoll füllen muss. Es reicht, ihn schwungvoll zu verschließen und die abgefüllte Luft auszudrücken.

Bedienung beim Ablassen

Das Ablassen der Luft ist wirklich kein Hexenwerk. Man öffnet das Ventil und drückt die Gummilasche ganz leicht nach innen. Dadurch strömt die Luft im Nu heraus. Dass es schnell geht, zeigt das folgende Video, das ich aufgenommen und natürlich nicht geschnitten habe:

Wärmeleistung und Robustheit

Die Frage aller Fragen ist: wie gut isoliert die Matte? Da sie 3-Jahreszeiten-tauglich sein soll, sollte sie also für Frühling, Sommer und Herbst geeignet sein. D. h., sie muss auch Außentemperaturen bis um die 0 Grad Celsius abhalten. Soweit zumindest die Angabe von Alpin Loacker. Dem Unternehmen zufolge wurde eine Kunstdaune zur Isolation im Innenraum verwendet:

Wir haben unsere Matte mit einer hochflorigen synthetischen Mikrofaserisolierung gefüllt, wodurch sich eine echte 3-Jahreszeiten-Matte mit einem geschätzten R-Wert von 3,5 ergibt.

Was der R-Wert ist? Fragen wir Wikipedia! Dort steht bezüglich dieser Kennzahl für das Wärmedämmvermögen einer Isomatte:

Der sogenannte R-Wert gibt den Wärmedurchgangswiderstand an. Er beziffert, wie viel Widerstand das Material der Matte dem Durchgang von Wärme entgegensetzen kann. Die Skala reicht von 0–10, wobei eine Isomatte mit dem R-Wert 0 keinen signifikanten Widerstand und eine mit dem R-Wert 10 den höchsten Widerstand leistet.

Mit einem R-Wert von 3,5 liegt die Matte zwischen zwei Komfortbereichen:

  • R-Wert von 3: bis −5 °C, also bis zum milden Winter geeignet
  • R-Wert von 4: bis −11 °C, 4 Jahreszeiten, wintertauglich

Die Ultra Light Pro Isomatte soll also laut Hersteller auf Ausflügen im frühen Frühjahr und in der späten Saison warm halten. Dieser Outdoor-Test steht noch aus, denn momentan kann ich die Matte im tiefsten Dezember nicht draußen testen. Sie macht auf mich allerdings einen sehr soliden, hochwertigen und bequemen Eindruck. Bisher hatte ich immer dünnere Isomatten, mit denen ich mich im Spätherbst nicht ins Zelt getraut hätte. Dieser Matte traue ich allerdings zu, auch dann noch gut zu isolieren.

Wenn man sich Kundenrezensionen zu diesem Punkt ansieht, findet man (Stand 10.12.2021) eine Einzelmeinung, der zufolge die Matte nicht wintertauglich sei. Hier sei aber darauf hingewiesen, dass das auch nicht der Anspruch der Matte ist. Schließlich ist von 3 Jahreszeiten die Rede, nicht von 4 Jahreszeiten. Es gab zu diesem Punkt aber auch eine Gegenstimme, die meinte, die Matte wäre auch bei -10 Grad ok gewesen. Sicherlich ist dieser Punkt auch zu einem gewissen Grad subjektiv, denn das Wärmeempfinden ist bei Menschen nun mal unterschiedlich.

Oberfläche

Laut Hersteller verfügt die Isomatte über eine lange Lebensdauer durch wasserabweisendes, TPU-beschichtetes 20D Ripstop Nylon. Was hierbei immer ein kritischer Punkt ist: Wie laut ist die Matte, wenn man darauf herumrutscht bzw. sich in der Nacht dreht? Bei meinem Test war die Matte weder besonders laut noch unhörbar leise. Man hört etwas, aber es gibt kein lautes Quietschen oder Knarzen oder ähnliches. Kundenrezensionen zufolge wird die Lautstärke als okay empfunden. Sicherlich ist dieser Punkt sehr subjektiv und davon abhängig, wie empfindlich man ist. Das gilt ja generell für alle Isomatten oder Luftmatratzen.

Alpin Loacker Ultra Pro Isomatte Komfort

Vorteile der Isomatte

  • Sehr dick (6cm) bei geringem Gewicht: Man liegt bequem und hat keinen Kontakt zum Boden.
  • Schnell aufgeblasen: Trotz/wegen des Pumpsacks ist die Matte ruckzuck schlafbereit.
  • Angeblich langlebiger durch Pumpsack: Aufpusten mit dem Mund kann zu Schimmelbildung und dem Verfall der Matte führen.
  • Reparatur-Kit inklusive: Für den Fall der Fälle hat Alpin Loacker mitgedacht und ein Reparatur-Set beigelegt.
  • Hochwertige Verarbeitung: Fasst sich gut an, die Nähte machen einen soliden Eindruck.
  • Einen Underdog unterstützen: Mit dem Kauf dieser Matte unterstützt man ein unabhängiges Familienunternehmen aus Österreich.

Ich habe mich gefragt, welche Vorteile Kund*innen besonders in ihren Rezensionen hervorheben. Das sind vor allem das Packmaß, das Gewicht und der Komfort (auch bei Personen mit über 100 Kilogramm Körpergewicht). Auch das schnelle Aufblasen wird gelobt.

Alpin Loacker Ultra Pro Isomatte Komfort

Nachteile der Isomatte

  • Nicht ohne Pumpsack aufblasbar: Man darf ihn also nicht vergessen oder verlieren. Er passt allerdings bequem in den Beutel und dürfte daher nicht wegkommen.
  • Gelbe Farbe zieht Insekten an: Diese Erfahrung habe ich mit einem gelben Zelt gemacht. Innerhalb einer Schlafkabine sollte das Problem aber keine Rolle spielen, höchstens beim Lüften im Freien.
  • Helle Farbe ist schmutzempfindlich: Man kann die Matte mit einem feuchten Lappen reinigen. Längerfristige Flecken, Striemen, Schmiere o. ä. werden mehr auffallen als bei einer dunklen Matte.

Manche Anwender*innen meinen, das Aufpumpen dauere zu lange. Gegenstimmen behaupten, sie haben den Pumpsack lediglich 4 mal befüllen und auspressen müssen. Das deckt sich grundsätzlich mit meiner Erfahrung. Mein Eindruck war: Mit dem Mund wäre man auch nicht schneller.

Fazit

Alpin Loacker Ultra Pro Isomatte GrößeMein Eindruck von der Alpin Loacker Ultra Light Pro Isomatte ist sehr positiv. In meinen Augen ist sie eine leichtgewichtige Matte für einen überschaubaren Preis. Sie kommt daher besonders für Outdoor-Sportler, Wanderer und Radtourende in Frage, die sich nicht das teuerste High-End-Mainstream-Marken-Equipment leisten, aber trotzdem das Gewicht ihres Gepäcks optimieren wollen.

Man liegt sehr bequem auf ihr und das Aufblasen mit Pumpsack ist auch als Anfänger kein Problem. Somit ist sie sowohl für Einsteiger als auch für Erfahrene eine ernstzunehmende Alternative zu etablierten Marken.

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Alpin Loacker Ultra Pro Isomatte Komfort

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